Star Trek 2

Film und TV

 

Star Trek II: Der Zorn des Khan

 

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Star Trek der Film war zwar ein Kassenerfolg, doch die Fans und auch Paramount waren sich über den Film nicht einig. Manche mochten ihn, andere wiederum mochten ihn nicht. Der Film kostete dem Studio weit mehr, als ursprünglich geplant, doch weil er das Geld schlussendlich wieder einspielte, entschied man bei den Paramounts Studios, einen weiteren Star Trek Film zu machen.

Doch es sollten einige Änderungen vorgenommen werden, um sicherzustellen, dass sich das finanzielle Desaster des ersten Films (kostete rund 40 millionen US-Dollar) nicht wiederholte und das Budget von etwa 11 millionen US-Dollar nicht wesentlich überschritten wurde.

Gene Roddenberry, Schöpfer Star Treks, musste seine Stelle als Produzent räumen, da das Studio ihn für das überzogene Budget und die schlechte Rezeption verantwortlich machte. An seine Stelle trat Harve Bennett. Der erfahrene Produzent von Fernsehserien wie Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann versprach, das knappe Budget einzuhalten und den neuen Film spannender zu gestalten.

Regisseur und Drehbuchautor Nicholas Meyer definierte mit Produzent Harve Bennett Star Trek für das Kino neu. Die Atmosphäre sollte wirklichkeitsnäher und militärischer sein als im Vorgängerfilm. Insbesondere thematisierte er das fortgeschrittene Alter der Hauptdarsteller. Vor der Veröffentlichung sorgte der Filmtod der beliebten Figur Mr. Spock für große Aufmerksamkeit und Proteste von Fans. Auch Serien-Erfinder Gene Roddenberry stemmte sich gegen einige Ideen des Projekts. Der Erfolg der Produktion bei Publikum und Kritik garantierte weitere Fortsetzungen und bewog Spock-Darsteller Leonard Nimoy zu seinem Verbleib bei der Filmserie. Heute gilt Star Trek II als eine der gelungensten und innerhalb Star Treks einflussreichsten Leinwandadaptionen.

Schon früh war Spocks Tod fester Bestandteil des Films. Auf diese Weise gelang es Harve Bennett, den zunächst unmotivierten Leonard Nimoy dafür zu interessieren, die Rolle des beliebten Vulkaniers erneut zu übernehmen. Die Sterbeszene, die als Ausstieg Nimoys aus dem Franchise geplant war, sollte das Publikum unvermittelt in der ersten Hälfte des Films treffen. Die Nachricht von Spocks geplantem Tod drang jedoch an die Öffentlichkeit. Bennett verdächtigte später Gene Roddenberry: Der Schöpfer Star Treks stemmte sich vehement gegen Entwicklungen, die das Projekt nahm; Spocks Tod und die starke Betonung militärischer Elemente wollte er vermeiden. Seine Einwände wurden ignoriert.

Die folgenden Proteste, Boykottaufrufe und vereinzelten Morddrohungen aufgebrachter Fans verunsicherten das Studio jedoch nachhaltig. Bennett reagierte, indem er seinerseits Gerüchte über alternative Enden streute. So konnte er die Proteste eindämmen und das öffentliche Interesse am kommenden Film weiter steigern. Tatsächlich stand Spocks Tod nie zur Diskussion. Bennett und Meyer arbeiteten stattdessen die Sterbeszene als Höhepunkt in das Finale des Filmes ein. Zudem ließen sie Spock gleich zu Beginn im Laufe eines Gefechts sterben, das sich kurz darauf als Simulation offenbart. So retteten die Filmemacher nicht nur den Überraschungsmoment der eigentlichen Sterbeszene: Sie waren überzeugt, die Struktur des soliden Drehbuchs signifikant verbessert zu haben.


 

Inhalt

Basierend auf der Episode "Der schlafende Tiger" der Classic-TV-Serie, vereinigt der Film den zum Admiral beförderten Kirk mit seiner Nemesis, dem genetisch überlegenen Khan. Dieser will sich an Kirk rächen, der ihn auf dem desolaten Planeten Ceti Alpha V gefangengesetzt hatte. Mittel zum Zweck ihres Kampfs ist das Projekt Genesis, ein streng geheim gehaltener Plan der Sternenflotte, der es ermöglicht, ganze Planeten in besiedelbare Welten zu transformieren. Dieses Projekt wird von Doktor Carol Marcus, der Mutter des von Kirk entfremdeten und mittlerweile erwachsenen Sohnes geleitet. Während Spock den Neuling Lieutenant Saavik bei ihrer Ausbildung überwacht, liefern sich Kirk und Khan bis zum Schluss bittere Gefechte, die über eine dramatische Verfolgungsjagd im Weltraum zum unerwarteten Tod von Kirks bestem Freund führen.

 

Filmdaten


Deutscher Titel Star Trek II: Der Zorn des Khan
Originaltitel Star Trek II: The Wrath of Khan
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1982
Länge 113 Minuten
Altersfreigabe FSK 12

 


Stab


Regie Nicholas Meyer
Drehbuch Jack B. Sowards, Harve Bennett
Produktion Robert Sallin
Musik James Horner
Kamera Gayne Rescher
Schnitt William P. Dornisch

 


Besetzung


William Shatner: Admiral James T. Kirk
Leonard Nimoy: Captain Spock
DeForest Kelley: Dr. Leonard McCoy
James Doohan: Commander Montgomery Scott
George Takei: Lt. Com. Hikaru Sulu
Walter Koenig: Commander Pavel Chekov
Nichelle Nichols: Lt. Com. Nyota Uhura
Merritt Butrick: Dr. David Marcus
Bibi Besch: Dr. Carol Marcus
Kirstie Alley: Lieutenant Saavik
Ricardo Montalban: Khan Noonien Singh
Paul Winfield: Capt. Clark Terrell
Ike Eisenmann: Peter Preston
John Vargas: Jedda
John Winston: Commander Kyle
Judson Scott: Joaquim 

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