Sternenf. v. Catan

Brettspiele

 

Die Sternenfahrer von Catan

Mit "Die Siedler von Catan" gelang Klaus Teuber 1995 der sogenannte "große Wurf". Die noch heute erfolgreiche Spielserie (inzwischen gibt es einige Erweiterungen) bekam 1999 mit "Sternenfahrer" einen Ableger im Science Fiction Bereich. Jeder der Sternenfahrer startet vom eigenen Sonnensystem mit Kolonieraumschiffen und Handelsraumschiffen auf zu neuen Galaxien. Mit den Kolonieraumschiffen werden neue Planeten erkundet, um diese zu besiedeln und zu bebauen. So wie die Vorfahren der Sternenfahrer die Felder Catans kultiviert haben, um Rohstoffe zu gewinnen, so erschließen nun die Pilger im Weltraum unbekannte Planeten, um neue Rohstoffe zu erwirtschaften, die für die Weltraumreise unverzichtbar sind.

Wer sich zum erstenmal an den Spieltisch setzt, ist beeindruckt von der Fülle an Material. Neben dem großflächigen Spielplan liegen für jeden Spieler kleine Raumtransporter, Kolonien, Handelsstationen und Raumhäfen (aus Kunststoff) bereit, um die unendlichen Weiten des catanischen Weltalls zu entdecken, zu erforschen und zu besiedeln. Die Fähigkeiten dieser "Kleinteile" werden in einem 13 cm großen Mutterschiff verkörpert, das quasi als "Anzeigetafel" neben dem Spielplan steht. Jeder Ausbau dieses Mutterschiffs mit Antriebsraketen, Frachträumen und Bordkanonen wirkt sich auf die Raumflotte aus.

Spielerisch unterscheidet sich "Sternenfahrer" kaum vom Original "Siedler" Spielprinzip. Kolonien aufbauem, Rohstoffe sammeln, Tauschhandel betreiben und natürlich Siegpunkte sammeln. All das macht dieses Spiel zu einem echten Catan-Spiel. Aber Klaus Teuber gelang es hier noch mehr unterzubringen. Nämlich den Flair von Science Fiction. Außerirdische Völker bieten den Spielern ihre Hlfe an. Weltraumpiraten behindern den erfolgreichen Wachstum des eigenen Volkes und gelegentlich vorkommende Begegnunge geben dem Spiel einen zusätzlichen Reiz, da man hier die Möglichkeit bekommt, Entscheidungen zu fällen, wie man agieren möchte. Mit der daraus resultierenden Konsequenz muss man dann allerdings leben, bzw. weiterspielen. Denn hier gibt es sowohl gute, als auch schlechte Ergebnisse.

Wer sich gerne mal für 2 - 3 Stunden im Weltraum nach altbekannter Catan-Manier herumtreiben möchte, dem sei dieses Spiel ans Herz gelegt. Einzig die Verarbeitung der großen Mutterschiffe lässt bei den Antriebshalterungen zu wünschen übrig. Die brechen nämlich leider viel zu schnell ab. Allerdings dürfte es schwierig werden, dieses Spiel noch zu bekommen. Im Handel ist es bereits vergriffen, also einfach die Augen offenhalten. Es lohnt sich.

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